Umodzi School of Mercy in Chongwe
2025 haben wir unser Patenschaftsprogramm ausgeweitet. Neben Lusaka unterstützt unser Verein nun auch an einem weiteren Standort Kinder und Jugendliche dabei, in die Schule gehen zu können: in Chongwe, einer Stadt ca. 50 km von der Hauptstadt entfernt. In Chongwe leben ungefähr 150.000 Menschen, ein großer Teil davon ist von Armut betroffen und die Arbeitslosigkeit – vor allem unter jungen Menschen – ist sehr hoch. Die Region ist ländlich geprägt mit einem großen Einzugsgebiet aus vielen kleinen Dörfern und Siedlungen. Der Großteil der landwirtschaftlichen Produkte, die auf Lusakas Märkten verkauft werden, kommen von den Bauernhöfen rund um Chongwe.
Während die Patenkinder in Lusaka verschiedene Schulen besuchen und zentral von unserer Schwesterorganisation Ife Pamodzi Christian Organisation betreut werden, besuchen die Kinder in Chongwe alle dieselbe Schule. Das Patenschaftsprogramm unterstützt also gezielt bedürftige Kinder an einer bestimmten Grundschule: Die Kinder besuchen alle die Umodzi School of Mercy (der ähnliche Name zum Verein ist Zufall!).
Die Schule wurde gegründet und wird geleitet von unserem langjährigen Freund Louis Mshanga. Louis hat uns in den Anfängen unseres Patenschaftsprogramms 2017 bereits tatkräftig unterstützt und kennt unsere Projekte damit seit der ersten Stunde. Mittlerweile ist er mit seiner Familie nach Chongwe gezogen und hat dort dank verschiedener Spender eine „Dorfschule“ gestartet. Er selbst unterrichtet nicht, sondern ist der Direktor, der wiederum eine Schulleitung, Lehrkräfte und weiteres Personal eingestellt hat. Er arbeitet kontinuierlich daran, dass sich die Schule zunehmend selbst trägt und auf so wenig Spender von außen angewiesen ist wie möglich.
Zur Umodzi School of Mercy gehört eine Hühnerfarm und ein Gemüsefeld, mit dessen Erträgen Teile der Lehrergehälter finanziert werden. Zudem können Frauen hier eine Kurzzeit-Ausbildung zur Schneiderin machen und Louis bietet Workshops in Metall- und Holzarbeit für Männer und Jugendliche an.
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An der Schule müssen alle Schüler pro Trimester Schulgebühren zahlen. Damit aber auch solche Kinder die Schule besuchen dürfen, deren Eltern den Betrag nicht stemmen können, hält Louis immer auch kostenfreie Plätze zurück. Das ist für die Schule natürlich eine finanzielle Belastung, denn staatliche Unterstützung gibt es für Community Schools nicht. Da wir das unbedingt fördern wollen, haben wir nun Patenschaften gestartet, um benachteiligten Kindern den Schulbesuch hier zu ermöglichen!
Eine Patenschaft für ein Grundschulkind beläuft sich, genauso wie in Lusaka, auf 5€ pro Monat. Das deckt neben den Gebühren auch die Uniform, Schuhe, einen Rucksack sowie Schulmaterialien und besondere Kosten, wie zum Beispiel Prüfungsgebühren. Auch hier wird den Familien des Patenkindes kein Bargeld ausgezahlt, sondern wir leiten die Patenschaftsgelder direkt an die Schule weiter, die die Gebühren sowie alle benötigten Materialien davon bezahlt.